Arbeit – Freizeit – Zeit für Gott?

Veröffentlicht am 2. Juli 2016 von Mathias Stieger in der Kategorie Gemeindebrief

Die meisten Menschen, bereits die Schüler in der Volksschule schon, freuen sich auf ihre Freizeit. Nach der Arbeit, nach der Schule, nach vielen Terminen und Aufgaben, ist man froh, das „Korsett“ des Tages abzulegen, um das zu machen, was man gerne tut. Viele nehmen am regen Vereinsleben ihres Wohnortes teil, werkeln in Haus, Hof, Garten oder in der Wohnung. Vielleicht geht sich noch eine Rad- oder eine Bergtour aus. Aber auch einfach chillen, lesen, Musik hören, fernsehen……Wenn der Urlaub
winkt oder die Ferien beginnen, ist Jung und Alt froh. Jetzt kann man aufatmen. Kein unguter Chef, kein überkluges Arbeitsteam, kein nerviger Lehrer…..Dass dies der Seele und dem Leib guttut, wird niemand widersprechen können. In Gottes Schöpfung gehört Ruhe zu seinem Plan. Das ist in der Matrix dieser Welt drinnen, wenn man sich auf Gott einlässt. Selbst Gott ruhte nach getaner Arbeit.

„Am siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von aller seiner Arbeit aus. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen Tag, der ihm gehört, denn an diesem Tag ruhte Gott, nachdem er sein Schöpfungswerk vollbracht hatte.“ (Genesis, 1. Mose 2).

Auch die Zeit der Ruhe soll gesegnet sein.

Bei aller Freude über die Freizeit, wissen wir, dass diese Freude nur dadurch erkenn- und erlebbar wird, weil es auch eine Arbeits – Zeit gibt. Wenn wir uns auch nicht unbedingt nur über die Arbeit definieren, wissen wir andererseits, wie wichtig ein guter Arbeitsplatz sein kann, ja lebensnotwendig ist, es sei denn, dass Erbschaften ein „Schwimmen“ im Geld ermöglichen. Viele Menschen sind unglücklich, wenn sie arbeitslos werden! Das gilt auch für die Schüler. Was wäre unsere Gesellschaft ohne
gute Schulen und die Möglichkeit überhaupt in die Schule gehen und am Bildungsprozess partizipieren zu können?

Beide, die Arbeitszeit und die Zeit der Ruhe, der Erholung und der Muße, nehmen wir dankbar aus Gottes Hand. Er möge die Zeit und uns segnen. Daran wollen wir uns erinnern lassen und uns für Gott öffnen.