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Landessuperintendent Hennefeld: „Wichtiger Schritt für unsere Reformierte Kirche“

Linz (epdÖ) – In der evangelisch-reformierten Kirche (Evangelische Kirche H.B.) wird künftig auch homosexuellen Paaren die Trauung offen stehen. Darauf hat sich die Synode H.B., das reformierte Kirchenparlament, am Samstag, 16. März, in Linz einstimmig geeinigt. Damit ist eine völlige Gleichstellung verheirateter homo- und heterosexueller Paare erreicht, heißt es von der Kirchenleitung.

„Der Beschluss unserer Synode, die Trauung für alle einzuführen, ist kein großer aber ein wichtiger Schritt für unsere Reformierte Kirche“, betont Landessuperintendent Thomas Hennefeld gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. Hennefeld weiter: „Damit wurden die letzten Reste an Diskriminierung gegenüber homosexuellen Menschen beseitigt, die in der Vergangenheit viel Leid erfahren haben. Ab nun können in unserer Kirche alle Paare getraut werden und bekommen dafür den Segen. Und das ist gut so.“

Für eingetragene Partnerschaften wird es (wie bisher) die Möglichkeit einer Segnung im Gottesdienst geben. Beim Beschluss in Linz ist die Synode dem Antrag des Theologischen Ausschusses einstimmig gefolgt. Bereits seit 1999 waren in der reformierten Kirche Segnungen homosexueller Paare in öffentlichen Gottesdiensten möglich gewesen. Anlass zur neuerlichen Diskussion um die „Ehe für alle“ war die seit Jänner bestehende Möglichkeit zivilrechtlicher Eheschließungen von Homosexuellen.

Die Synode der Evangelische Kirche H.B. setzt sich laut Kirchenverfassung aus den GemeindepfarrerInnen, gewählten Presbyterinnen und Presbytern – also ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern – und je einem Vertreter oder einer Vertreterin der Theologischen Fakultät, der ReligionslehrerInnen sowie der Diakone und Diakoninnen zusammen. Zur Evangelisch-reformierten Kirche in Österreich gehören rund 13.000 Mitglieder in 9 Pfarrgemeinden.