By MW

Umweltausschuss im Nationalrat berät am 13. Jänner über Anliegen

Wien (epdÖ) – Hinter die Forderungen des Klimavolksbegehrens, das am Mittwoch, 13. Jänner, im Umweltausschuss des Nationalrats debattiert wird, haben sich die Umweltbeauftragten der Römisch-katholischen und der Evangelischen Kirche sowie hochrangige Kirchenvertreter gestellt. Es sei höchste Zeit für Umweltgerechtigkeit, schreiben die Umweltbeauftragten in einer gemeinsamen Aussendung: “Gutes Leben für alle muss möglich gemacht werden unter Berücksichtigung der Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Grund genug, alle Maßnahmen zu setzen, den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch zu reduzieren.” Markus Gerhartinger, der Sprecher der Umweltbeauftragten, richtet seinen Appell an die Politik: “Wir setzen volles Vertrauen in die Politik. Die politisch Verantwortlichen haben in den letzten Monaten bewiesen, dass sie auf große Herausforderungen schnell reagieren können.”

Chalupka: Wer Klima schädigt, verzichtet auf Lebensqualität

Seine Unterstützung für die Anliegen des Volksbegehrens hat auch der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka ausgesprochen: „Oft wird der Klimaschutz als Aufruf zur Umkehr, als eine unangenehme Sache der Buße und des Verzichts dargestellt. Und es stimmt schon, Klimaschutz hat auch mit Verzicht zu tun.” Wer allerdings das Klima schädige, leiste den allergrößten Verzicht: “Er verzichtet auf die eigene Zukunft, auf gute Luft in den Städten, auf Schnee in den Bergen, auf die Lebensqualität unserer Kinder und Enkel!” Diese Einsicht müsse allerdings in die Köpfe und Herzen der Menschen gelangen.

Turnovszky: In umweltverträgliche Technologien investieren

Unser aller Zukunft hängt von einem unaufschiebbaren grundlegenden Wandel in unserer
Lebens- und Wirtschaftsweise ab, betont auch der römisch-katholische Weihbischof der Diözese Wien, Stephan Turnovszky: „Als österreichischer Jugendbischof freue ich mich über die wachsende Sensibilität für die Anliegen der Schöpfungsverantwortung.” Ein besonderes Augenmerk richte die Kirche in der Klimafrage auf die schwächsten und verletzlichsten Menschen. Sie seien von den ökologischen Gefahren am meisten bedroht und zugleich am wenigsten in der Lage, sich anzupassen. “Darum fordere ich im Sinne der Umweltgerechtigkeit dazu auf, in umweltverträgliche Technologien zu investieren, eine Wirtschaftsordnung der Kostenwahrheit zu etablieren, mit Ressourcen sparsam umzugehen und auch Einschränkung und Verzicht zu üben.“