By MW

Hochkarätige PredigerInnen aus Kirche und Ökumene

Wien (epdÖ) – Mit einer neuen Gottesdienstreihe will die evangelische Pfarrgemeinde Pauluskirche im dritten Wiener Gemeindebezirk die Zukunft der Kirche und die Kirche der Zukunft beleuchten. Eingeladen hat man dazu fünf Kirchenvertreterinnen und -vertreter, die aus je unterschiedlichen Perspektiven auf die Zukunftsfrage blicken. Den Start am Sonntag, 14. Februar, machte die Wiener Superintendentialkuratorin Petra Mandl. Sie brachte in ihrer Predigt die “Wiener Perspektive” in die Debatte ein und rief dabei zu stärkerer Vernetzung und Sichtbarkeit im digitalen Raum auf. Es folgen an den kommenden Sonntagen Markus Beranek, Pastoralamtsleiter der römisch-katholischen Erzdiözese Wien mit der “katholischen Perspektive”, Oberkirchenrätin Ingrid Bachler mit der “Perspektive der Frauen”, der methodistische Superintendent Stefan Schröckenfuchs mit der “Perspektive einer kleineren Kirche” und Bischof Michael Chalupka mit der “Perspektive der Kirchenleitung”.

Petri: “Wollen Gott direkt auf Zukunft der Kirche ansprechen”

Die Frage nach der Kirche der Zukunft habe man bewusst in den Gottesdienst hereingeholt, erklärt Ortspfarrerin Elke Petri im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. “Die Zukunft der Kirche oder die Kirche der Zukunft können wir ohne Gott als Protagonisten nicht denken. Gott als Gegenüber begegnet uns im Gottesdienst ganz besonders. Wir sind davon überzeugt, dass wir nicht alleine die Verantwortung tragen für unsere Kirche, sondern dass Gott einen Faktor spielt, wenn uns um die Zukunft der Kirche geht. Deshalb wollen wir ihn direkt darauf ansprechen.” Daher sei die Auseinandersetzung mit dem leitenden Thema nicht auf die Predigten beschränkt, sondern auch in den Gebeten drehe sich alles darum.

Persönlich sieht Petri die Kirche der Zukunft “vielfältig und bunt, “wie ein Smartphone mit verschiedenen Funktionen und Apps. Ein Leben ohne Smartphone wäre undenkbar. Ein Leben ohne buntes Gemeindeleben vor Ort ebenso.” Die gegenwärtige Kirche müsste aber “noch mehr Synergieeffekte unter den Gemeinden” erzielen, “noch mehr voneinander lernen und noch mehr darauf vertrauen, dass wir nicht alles alleine schaffen müssen”.

Eineinhalb Jahre hat das Team in der Pauluskirche die Gottesdienstreihe geplant. Wer nicht vor Ort dabei sein kann hat die Möglichkeit, Audioaufnahmen der Predigten auf dem YouTube-Kanal (bit.ly/web_Pauluskirche) oder der Facebookseite (facebook.com/pauluskirche) der Gemeinde nachzuhören. Am Ende soll ein kleiner Dokumentarfilm mit Statements aller Predigerinnen und Prediger entstehen. Die Gottesdienste finden entsprechend den aktuellen Auflagen in der Coronapandemie statt – aktuell können rund 50 Personen daran vor Ort teilnehmen. Alle Infos auch unter www.pauluskirche.at.