By MB

Fragen und Antworten zu Gottesdiensten, Chorproben, Internetübertragungen, Gemeindeleben und mehr


Seit dem 15. Mai sind öffentliche Gottesdienste unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. Hier finden Sie Antworten zu häufigen Fragen, die das Kirchenamt dazu erreicht haben. Ausführliche Informationen dazu enthalten auch die „ Empfehlungen für Gottesdienste ab dem 15. Mai 2020 der Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik“, die am 30. April allen Pfarrgemeinden übermittelt wurden. Darüber hinaus finden Sie im Folgenden auch Informationen etwa zur Abhaltung von Sitzungen, Kreisen, Konfirmandenunterricht und Veranstaltungen, sowie zu urheberrechtlichen Fragen beim Streamen von Gottesdiensten via Internet und zur Gestaltung des Bürobetriebes.

„COVID-19: So schützen wir uns“Plakat zum Download

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Welche Voraussetzungen gelten für Gottesdienste?
  • Nach staatlichem Recht ist ein Mindestabstand von 1m zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, einzuhalten.
  • Darüber hinaus können auf Landes- oder Bezirksebene zusätzliche Maßnahmen festgelegt werden. Es bestehen derzeit aber keine automatischen Verschärfungen für Regionen, in denen die Corona-Ampel nicht auf grün steht.

Eine Begrenzung der Personenzahl gibt es nicht für Gottesdienste!

Über den rechtlichen Mindeststandard hinaus empfehlen Kirchenleitung und Bundesregierung aber noch folgende weitere Maßnahmen:

  • Mund-Nasenschutz während des gesamten Gottesdienstes
  • Bereitstellung von Desinfektionsmittel
  • Verzicht oder zumindest Reduzierung von Gemeinde- und Chorgesang
  • Auch für öffentliche Gottesdienste im Freien sind Sitzplätze für alle Besucher und Besucherinnen zur Verfügung zu stellen (keine Stehplätze)

Bei Gottesdiensten aus einem besonderen, einmaligen Anlass wie Taufe, Segnung, Beerdigung oder Konfirmation soll zusätzlich ein Präventionskonzept erarbeitet und ein COVID-19-Beauftragter oder eine Beauftragte zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben und Empfehlungen bestellt werden. Außerdem soll das Kontaktpersonenmanagement durch geeignete Maßnahmen wie zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze gewährleistet werden.

Die Kirchenleitung empfiehlt auch weiterhin die Einhaltung folgender bewährter Maßnahmen:

  • strikte Einhaltung der allgemeinen Hygieneempfehlungen
  • Begrüßungsdienst
  • gut lüften
  • Ansammlungen vor und nach Gottesdiensten unterbinden
  • vertrauliche, freiwillige Registrierung von Gottesdienstbesuchern und Veranstaltungsteilnehmern (28 Tage aufbewahren, Liste nicht aushängen oder auslegen!)
  • große Gottesdienste vermeiden, Konfirmationen z.B. auf zwei Termine aufteilen
  • Erstellung eines schriftlichen Präventionskonzepts auch für reguläre Sonntagsgottesdienste
  • Beachtung der Empfehlungen der Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik und des theologischen Ausschusses u.a. zum Abendmahl, prüfen ob dieses vorrübergehend ausgesetzt werden soll
  • Feiern wo möglich im Freien
Welche Maßnahmen sind bei besonderen Gottesdiensten, wie z.B. Konfirmationen, Taufen, Trauungen und Gedenkgottesdiensten notwendig?
Bei Gottesdiensten aus einem besonderen, einmaligen Anlass soll zusätzlich zu den allgemeinen Maßnahmen für Gottesdienste ein Präventionskonzept erarbeitet und ein COVID-19-Beauftragter oder eine Beauftragte zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben und Empfehlungen bestellt werden. Außerdem soll das Kontaktpersonenmanagement durch geeignete Maßnahmen wie zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze gewährleistet werden.

Zur Vornahme einer Taufe oder bei einer Segnung darf im unumgänglichen Ausmaß der Mindestabstand unterschritten werden. Hierbei ist ein Mund- Nasenschutz zu tragen.

Wie sollen wir den Mindestabstand von 1 Meter einhalten?
Zunächst gilt: Vermeiden Sie Warteschlangen. Die Wahrung des Abstands beim Betreten, bei Stiegen, Emporenaufgängen und beim Verlassen der Kirche sowie beim Aufsuchen der Plätze muss sichergestellt werden.

Es gilt, einen Mindestabstand von 1 Metern zwischen den Personen einzuhalten. Dies gilt auch, wenn kein Gottesdienst gefeiert wird, der Kirchenraum aber für Besuch offensteht.

Sie können Kirchenbänke entsprechend markieren oder die Bestuhlung auseinanderschieben. Wenn die Feiernden ideal verteilt versetzt sitzen (Markierungen) kann man eventuell weniger Reihen auslassen.

Benötigt man einen Mund- und Nasenschutz?
Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist für den Besuch von Gottesdiensten seit 15.6.2020 zwar nicht mehr bundesweit rechtlich verordnet, Bundesregierung und Kirchenleitung empfehlen aber aufgrund der aktuellen Entwicklungen dringend bei allen Gottesdiensten ununterbrochen einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Es ist zudem auch möglich, dass regional oder lokal eine rechtliche Verpflichtung zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes wieder eingeführt wird.

Das örtliche Presbyterium kann ebenso das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes vorsehen oder Gottesdienstbesucher darum ersuchen.

Für Besuche in Pflegeheimen und Krankenanstalten ist ein Mund- und Nasenschutz vorgeschrieben.

Wofür benötigt man einen Begrüßungsdienst?
Ein „Ordnungsdienst“ ist zwar rechtlich nicht ausdrücklich vorgeschrieben, die Gemeinden sind aber verpflichtet durch „geeignete Maßnahmen“ die Einhaltung der Hygienebestimmungen sicherzustellen. Dafür empfiehlt die Kirchenleitung, einen den örtlichen Gegebenheiten angepassten Begrüßungsdienst zu organisieren. Dieser Dienst sollte nicht von Personen, die einer Risikogruppe angehören, ausgeübt werden!

Der Begrüßungsdienst heißt die Besucher willkommen und kontrolliert die Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Gegebenenfalls werden den Besuchern und Besucherinnen auch die Maßnahmen erklärt. Sollte sich jemand nicht an die Regeln halten, sollte der Begrüßungsdienst diese Personen darauf hinweisen. Bei weiterem Zuwiderhandeln müsste die Person der Kirche verwiesen werden.

Welche weiteren Hygienemaßnahmen empfiehlt die Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik?
  • Im Eingangsbereich der Kirche werden Desinfektionsmittel bereitgestellt; Waschbecken – wo möglich – zugänglich machen; Türgriffe/Handläufe sind vor dem Gottesdienst zu desinfizieren.
  • Ein- und Ausgangstüren werden vor und nach sowie während des Gottesdienstes offengehalten. Türgriffe sollen so wenig wie möglich berührt werden, um die ständige Desinfektion der Griffe zu vermeiden.
  • Hinweisschilder mit Erläuterung der Pandemie-Maßnahmen sind anzubringen.
  • Auf Körperkontakt wird verzichtet (kein Friedensgruß per Handschlag, keine Handauflegung zum Segen, keine Begrüßung oder Verabschiedung mit Handkontakt oder Umarmen etc.).
  • Die Kollekte wird kontaktlos gesammelt.
  • Minimierung des gemeinsamen Singens sowie keine Chöre oder Blasinstrumente
  • Unterlassung von Abendmahlfeiern
  • Reduktion der Gottesdienstdauer
  • Bei Taufen sowie Dank- und Segnungsgottesdiensten müssen die Hände vor einer körperlichen Berührung desinfiziert werden.
  • Sollten mehrere Gottesdienste hintereinander gefeiert werden, müssen Gottesdienstraum und Sanitäranlagen sowie alle Gegenstände und Türschnallen, mit denen die Feiernden in Berührung gekommen sind, desinfiziert werden und der Raum ausreichend durchgelüftet werden.
Wer entscheidet, ob und wie die Gottesdienste in der nächsten Zeit abgehalten werden?
Es bleibt in der Verantwortung jeder Gemeinde, zu entscheiden bzw. darauf zu achten, ob und wie unter Berücksichtigung aller notwendigen Maßnahmen der Gottesdienst als Feier erlebt werden kann. Daher entscheidet das Presbyterium mit Beschluss.
Was soll ich als Gottesdienstbesucher beachten?
Für die Teilnahme an Gottesdiensten gelten die gleichen Verhaltensregeln und Empfehlungen wie für „Kundenbereiche“ beim Einkaufen oder für öffentliche Gebäude. Tragen Sie daher einen Mund- und Nasenschutz und halten Sie Abstand.
Die allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus (COVID-19) laut Gesundheitsministerium sind:

  • Waschen Sie Ihre Hände häufig!
    Reinigen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit einer Seife oder einem Desinfektionsmittel.
  • Halten Sie Distanz!
    Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter zwischen sich und allen anderen Personen ein, die husten oder niesen.
  • Berühren Sie nicht Augen, Nase und Mund!
    Hände können Viren aufnehmen und das Virus im Gesicht übertragen!
  • Achten Sie auf Atemhygiene!
    Halten Sie beim Husten oder Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen oder einem Taschentuch bedeckt und entsorgen Sie dieses sofort.
  • Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450.

Beachten Sie auch die Empfehlungen des Gesundheitsministeriums unter: www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Haeufig-gestellte-Fragen.html

Dürfen wir im Gottesdienst wieder singen?
Singen ist nicht per se verboten. Jedoch sind die Gemeinden verpflichtet geeignete Maßnahmen zu setzten, um das Risiko einer Ansteckung während des Gottesdienstbesuches zu minimieren. Da Singen in geschlossenen Räumen besonders riskant ist, wird daher dringend vom üblichen Gemeindegesang abgeraten.
Wir haben durch Corona einen Einnahmenausfall, gibt es eine finanzielle Unterstützung?
Gemeinden, Superintendenturen, Werke und evangelisch-kirchliche Vereine zählen neben vielen anderen zu den begünstigten Organisationen, die beim neu eingerichteten NPO-Unterstützungsfond um eine finanzielle Unterstützung ansuchen können, wenn sie durch Corona einen nachweisbaren Einnahmenausfall haben. Es können bestimmte förderbare Kosten geltend gemacht werden und es wird ein Struktursicherungsbeitrag für pauschale Kosten abgegolten. Es kann beides gleichzeitig, oder jeweils nur eines davon beantragt werden.
Bitte informieren Sie sich vor einer Antragstellung genau auf https://npo-fonds.at/ und beachten Sie die FAQ!

Wie hoch ist die Förderung?
Die Förderung ist nach oben mit dem Einnahmeausfall der ersten drei Quartale des Jahres 2020 begrenzt.

Gibt es eine Untergrenze für die Förderung?
Ja. Förderungen werden erst ab einem Betrag von 500,- Euro ausbezahlt.

Wofür gibt es den Struktursicherungsbeitrag?
Der Struktursicherungsbeitrag soll pauschal Kosten abgelten, die nicht unter die förderbaren Kosten fallen, wie z.B. Instandhaltungs- oder Wartungskosten oder auch Aufwandsentschädigungen.

Wie hoch ist der Struktursicherungsbeitrag?
Im Normalfall: 7% der Einnahmen im Jahr 2019

Wo und wie kann der Antrag gestellt werden?
Die Antragstellung ist ausschließlich online unter https://npo-fonds.at/ bis 31.12.2020 möglich. Es ist nur eine einmalige Antragstellung möglich, die Antragssumme kann nicht nachträglich erhöht werden! Falsche Angaben – auch versehentliche – können zur Ablehnung, Rückzahlung, Ausschluss von künftigen Förderungen und strafrechtlichen Folgen führen.

Neben den allgemeinen Informationen sind die folgenden kirchenspezifischen Punkte (gilt nicht für Vereine) zu beachten:

Welche (formale) Voraussetzungen müssen für die Antragstellung erfüllt werden?
Anträge und der Fördervertrag (falls extra erforderlich) sind von drei Mitgliedern des Presbyteriums zu unterschrieben und das Amtssiegel ist beizufügen (§ 13 Abs. 2 KVO).
Es braucht zwingend die Bestätigung des Antrags durch eine Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung. Auf dem Antrag muss sich die Unterschrift mit Stempel einer Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung befinden. Es wird dringend davon abgeraten Anträge ohne diese zu stellen, unvollständige Anträge werden nach hinten gereiht. Es erging seitens der Kirchenleitung die Bitte an die Superintendenturen nach geeigneten Prüfern zu suchen.

Wer trägt die Kosten für die Bestätigung des Antrags durch die Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung?
Die Kosten für die Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung können mit dem Antrag geltend gemacht werden. Wird dieser aber abgelehnt, sind die Kosten selbst zu tragen.

Können ausgefallene Kollekten und Stollgebühren geltend gemacht werden?
Ausgefallene Kollekten und Stollgebühren können als Einnahmenausfall geltend gemacht werden.

Gibt es Einschränkungen bei den förderbaren Kosten?
Wenn es einen nachweisbaren Rückgang beim Kirchenbeitrag gibt, können durch Gemeinden ausschließlich Einhebegebühr und die Gemeindeumlage geltend gemacht werden, den an die Kirche abzuführende Teil des Kirchenbeitrages nicht (gilt für Gemeinden A.B.).

Was sonst noch zu beachten ist
Bei Antragstellung ist bei der Rechtsform die Auswahlmöglichkeit „nicht eingetragen im Firmenbuch“ anzuklicken.

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Gottesdienste im Internet:

Wo finde ich das Evangelische Gesangsbuch online?
Sie finden viele Lieder unter www.liederdatenbank.de/songbook/8984. Beachten Sie, dass nicht alle Lieder hier veröffentlicht sind, da urheberrechtlich geschützte Lieder nicht angezeigt werden. Gegebenenfalls sollten Sie die Verfügbarkeit vor Ihrem Gottesdienst prüfen. Die Nummerierung stimmt mit dem Evangelischen Gesangsbuch in der Ausgabe der Evangelischen Kirche in Österreich aus dem Jahr 2000 überein.
Darf meine Pfarrgemeinde weiterhin die Gottesdienste streamen?
Selbstverständlich dürfen Sie Ihre Gottesdienste und Feiern wie in den vergangenen Wochen auch virtuell abhalten! Sie müssen jedoch weiterhin das Urheberrecht beachten.
Was ist urheberrechtlich geschützt?
Die Rechte des Schöpfers oder Urhebers am eigenen Werk (eigene Leistung!) entstehen mit der Schaffung des Werks. Dies gilt für geistige Leistungen aller Art, wie eben auch Literatur, Musik, Musiktexte, Fotos, Filme, etc. Dieses Recht besteht grundsätzlich für 70 Jahre ab der Schöpfung.
Welche Werke darf ich verwenden?
Urheberrechtlich unbedenklich sind grundsätzlich freie Werke, d.h. älter als 70 Jahre. Diese Lieder dürfen Sie jedenfalls singen und die Texte zum Download bereitstellen.
Urheberrechtlich geschütztes Liedgut dürfen Sie in derselben Art verwenden, wie im Gottesdienst. Sie dürfen auch geschütztes Material singen und die Texte einblenden, als würden Sie einen Beamer / PowerPoint verwenden.
Achtung: Möchten Sie den Mitschnitt mit eingeblendetem Text auf YouTube veröffentlichen, sollten Sie die Texte ausblenden.
Darf ich die Texte auf meiner Homepage zum Mitsingen bereitstellen?
Ja, das dürfen Sie, jedoch nur für 72 Stunden.
Darf ich meine Gottesdienste auf YouTube stellen, auch wenn etwas gesungen wurde?
Ja, das dürfen Sie. YouTube hat selbst einen Vertrag mit der Verwertungsgesellschaft AKM und führt die entsprechenden Abgaben pauschal ab. Dies gilt jedoch nur für die Plattformen YouTube, SoundCloud und Twitch. Für andere Kanäle müssen Sie ggf. Lizenzen bei der AKM bezahlen.
Darf ich eigenes Material (eigene Aufnahmen der Feierlichkeiten) ins Internet stellen?
Sie dürfen selbstverständlich nur Videos von jenen Personen ins Internet stellen, die zugestimmt haben. D.h. Mitschnitte von Veranstaltungen mit Mitgliedern, die eigentlich nur für die Archivierung angefertigt wurden, sollten Sie nicht ohne die Zustimmung der Aufgenommenen veröffentlichen.
Gibt es noch andere Urheberrechte, die ich beachten muss?
Ja. Auch aufgehängte Kunstwerke (Fotografien, Glasfenster, Skulpturen) könnten urheberrechtlich geschützt sein. Daher könnte eine Aufnahme und die Veröffentlichung im Internet möglicherweise einen Verstoß gegen das Urheberrecht darstellen. Bemühen Sie sich gegebenenfalls um die Zustimmung der Künstlerin oder des Künstlers.
Darf ich auf meiner Webseite in einem Blog oder Artikel ein YouTube-Video verlinken?
Ja. Der EUGH hat sich 2014 mit diesem Thema beschäftigt und entschieden, dass die Einbettung von Videos grundsätzlich zulässig ist und keine Urheberrechtsverletzung darstellt, so lange man auf die Plattform YouTube geleitet wird (also keine neue Technologien einsetzt). Dies gilt natürlich nur für legale Aufnahmen. Es geht bei YouTube darum: Wer erhält die „Likes“ für das Video – Sie für den Gottesdienst, aber der Künstler oder die Künstlerin möchten die „Likes“ für IHR eigenes Video.
Darf ich fremde YouTube-Videos im Gottesdienst vorführen und diesen Gottesdienst im Internet streamen (oder ebenfalls auf YouTube stellen)?
Nach besagtem EuGH Urteil (s.o.) ist auch hier die Rechtslage relativ klar: Man darf Videos privat vorführen, aber nicht selbst weiterveröffentlichen.

Sie können Folgendes tun:

  • 1. Die Einwilligung der Ersteller der YouTube-Videos einholen. Gibt es vielleicht Lieder, die von bekannten evangelischen anderen Pfarrgemeinden gesungen wurden? Dort könnte man sicher rasch eine Einwilligung holen!
  • 2. Die Videos könnten dann eingebettet auf Ihrer Webseite zur Verfügung gestellt werden und auf YouTube verlinken. Es geht natürlich wieder um die „Likes“.
  • 3. Sie können einen Gottesdienst aufzeichnen und vor dem Hochladen die YouTube-Videos von anderen ausblenden.
YouTube: Wieso bekomme ich eine Anfrage zur Content-ID?
Viele Pfarrgemeinden, die Gottesdienste und Andachten auf YouTube veröffentlicht haben, sind mit sogenannten „Content-ID“-Anfragen konfrontiert. Sie stammen von diversen Firmen, die behaupten, ein Urheberrecht an Liedern wahrnehmen zu dürfen. (Auch bei Liedern, die garantiert keinem Schutz mehr unterliegen!) Diese Aufforderung bedeutet grundsätzlich nicht, dass Sie eine Urheberrechtsverletzung begangen haben! Die AKM als zuständige Verwertungsgesellschaft hat einen Rahmenvertrag mit YouTube, weshalb auch die Veröffentlichung von geschütztem Material zulässig ist. Dennoch wird YouTube von virtuellen Suchmaschinen „durchkämmt“. Viele Informationen finden Sie hier: support.google.com/youtube/answer/6013276. Lassen Sie sich nicht verunsichern, da keine Konsequenzen drohen! Sollten Sie dennoch Sorgen haben oder Ihr Video gesperrt werden, können Sie uns gerne unter dsb@evang.at kontaktieren.

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Gemeindeleben:

Darf es wieder einen Kirchenkaffee geben?
Kirchenkaffee und das Anbieten von Speisen und Getränken bei Veranstaltungen sind unter Einhaltung der Bestimmungen wie sie für die Gastronomie gelten, grundsätzlich wieder erlaubt.

Bitte informieren Sie sich unter www.sichere-gastfreundschaft.at/gastronomie/ über die aktuellen Vorgaben.

Dürfen Sitzungen von Gemeindevertretungen, Presbyterien und anderen kirchlichen Gremien wieder stattfinden?
Sitzungen kirchlicher Organe sind seit 18.5.2020 wieder möglich.
Ein Mund- Nasenschutz muss dabei nicht mehr getragen werden. Achten Sie aber unbedingt auf Einhaltung des Mindestabstandes! Weitere Vorsichtsmaßnahmen können durch das Presbyterium vorgesehen werden.

Diese staatliche Regelung gilt nur für Organe von Körperschaften öffentlichen Rechts, das sind auf Gemeindeebene ausschließlich Gemeindevertretung und Presbyterium und die Vertretungsorgane von Gemeindeverbänden mit eigener Rechtspersönlichkeit! Für andere Treffen, Kreise und Veranstaltungen beachten Sie die folgenden Fragen.

Dürfen wir weiterhin Umlaufbeschlüsse und Videokonferenzen abhalten?
Umlaufbeschlüsse und Videokonferenzen sind unter den dafür vorgesehenen Voraussetzungen weiterhin möglich, da aufgrund der derzeitigen Corona-Situation nach wie vor ein begründeter Ausnahmefall vorliegt.
Welche Plattform soll man für Videokonferenzen verwenden?
Es gibt keine klare Empfehlung, da es viele Betreiber gibt, die datenschutzrechtlich konform sind. Wählen Sie eine Plattform, die möglichst einfach zu bedienen ist.

Beachten Sie, dass Sie eventuell eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung (ADV) mit dem Plattformbetreiber abschließen müssen. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Datenschutzbeauftragten oder die Datenschutzbeauftragte der Evangelischen Kirche unter DSB@evang.at, falls Sie Hilfe benötigen.

Was benötigt man zur Durchführung einer Videokonferenz?
Sie benötigen Internet (LAN oder WLAN) und ein internetfähiges Gerät, z.B. Smartphone, PC, Tablet, Laptop. Ein Headset ist empfehlenswert, aber nicht notwendig, da die meisten Geräte über eine eingebaute Kamera und Mikrophon verfügen.

Achten Sie auf eine helle, ruhige Umgebung, dann sieht und hört man Sie am besten!

Sind Bibelabende, Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen wieder möglich?
Ja. Es gelten aber für Veranstaltungen, die der Religionsausübung dienen und für sonstige Veranstaltungen weiterhin Beschränkungen.
Welche Beschränkungen gelten für Bibelkreise und sonstige Veranstaltungen zur Religionsausübung?
Es gelten die gleichen Vorgaben und Empfehlungen wie für Gottesdienste.
Welche Beschränkungen gelten für Veranstaltungen ohne religiöse Inhalte wie Konzerte, Bastelkreis, Seniorenrunde oder Fremdveranstaltungen?
Es ist zwischen Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen und sonstigen Veranstaltungen zu unterscheiden. „Zugewiesen und gekennzeichnet“ meint, dass es eine Nummerierung wie im Kino oder eine namentliche Markierung der Sitzplätze geben muss und es keine freie Platzwahl, Stehplätze, Platzwechsel oder Bewegen im Raum geben darf (Siehe auch nächste Frage).

Veranstaltungen ausschließlich mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in Innenräumen:

  • Tragen eines Mund-Nasenschutzes bis zum zugewiesenen Sitzplatz, dort kann er abgenommen werden
  • Durchgehend 1-Meter Mindestabstand oder
  • wenn auf Grund der Anordnungen der Sitzplätze, z.B. feste Kirchenbänke oder Bestuhlung, der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, sind die jeweils seitlich daneben befindlichen Sitzplätze freizuhalten, in diesem Fall ist aber auch am Sitzplatz ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sofern nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Eine solche Maßnahme könnte z.B. eine Plexiglaswand sein.
  • seit 14. September 2020 beträgt die Personengrenze 1.500 Personen
  • Ab 50 Personen muss ein COVID-19-Beauftragter oder eine Beauftragte bestellt werden und ein COVID-19-Präventionskonzept vorliegen und umgesetzt werden. Ein Muster wurde den Pfarrgemeinden zugesandt und ist in der juristischen Abteilung des Kirchenamtes zu bekommen.

Veranstaltungen ausschließlich mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen im Freien:

  • 1-Meter Mindestabstand
  • Personen-Höchstzahl von 3.000
  • Ab 100 Personen muss ein COVID-19-Beauftragter oder eine Beauftragte bestellt werden und ein COVID-19-Präventionskonzept vorliegen und umgesetzt werden.

Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze in Innenräumen:

  • ununterbrochenes Tragen eines Mund-Nasenschutzes
  • 1-Meter Mindestabstand
  • Personen-Höchstzahl von 10

Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze im Freien:

  • 1-Meter Mindestabstand
  • Personen-Höchstzahl von 100

Bei Veranstaltungen ab 250 Personen bedarf es einer Bewilligung durch die Bezirksverwaltungsbehörde. Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, z.B. die Musiker oder ein Ordnerdienst, sind in die Personengrenzen nicht einzurechnen.

Für das Verabreichen von Speisen und den Ausschank von Getränken an Besucher gelten die gleichen Vorgaben wie in der Gastronomie oder auch das Kirchenkaffee. Bitte informieren Sie sich unter www.sichere-gastfreundschaft.at/gastronomie/ über die aktuellen Vorgaben.

Die Kirchenleitung empfiehlt über diesen gesetzlichen Mindeststandard hinaus dieselben oder ähnliche Maßnahmen wie bei Gottesdiensten (siehe oben).

Was sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen?
Die Intention des Verordnungsgebers war die Ermöglichung von Veranstaltungen, während derer die Besucher einen fix zugewiesenen Sitzplatz haben. Damit geht einher, dass der Sitzplatz zu Beginn der Veranstaltung eingenommen wird und im Regelfall während der gesamten Veranstaltung nicht verlassen wird. Folglich sind davon Formate wie Konzerte, Diskussionsrunden, Seminare oder Vorträge erfasst, nicht aber geselliges Beisammensein, Koch- oder Spielerunden usw. auch wenn es erstellte Sitzpläne gibt, da hier im Regelfall die Sitzplätze verlassen werden und eine Durchmischung der Besucher erfolgt.
Darf es wieder Kindergottesdienste geben?
Ja. Für Kindergottesdienste gelten die allgemeinen Vorgaben für Gottesdienste. Auch Kinder müssen sich dabei ausnahmslos an den Mindestabstand von einem Meter halten.
Unter welchen Voraussetzungen ist Konfirmandenunterricht und außerschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen möglich?
Für Angebote der „außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit“ gibt es Sonderbestimmungen, die von den Vorgaben für Veranstaltungen abweichen. Wenn ein COVID-19-Präventionskonzept erstellt und umgesetzt wird, kann der Mindestabstand und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes entfallen. Die maximale Personenzahl für sonstige Veranstaltungen gilt nicht, dafür ist eine Gliederung in Kleingruppen von maximal 20 Personen vorgesehen.

Die Evangelische Jugend hat COVID-19 Informationen und eine Orientierungshilfe erarbeitet und aktualisiert diese laufend. Sie finden sie unter: www.ejoe.at

Gelten für Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen dieselben Regeln wie in der Schule oder im Kindergarten?
Nein, Angebote der außerschulischen Jugenderziehung fallen laut Lockerungsverordnung ausdrücklich unter eigene Bestimmungen oder unter jene für Veranstaltungen. Bestimmungen für Schule und Kindergarten dürfen nicht analog angewandt werden.
Was ist ein COVID-19-Beauftragter?
Ein COVID-19-Beauftragter ist zu ernennen, wenn eine Veranstaltung die oben genannte Teilnehmerzahl übersteigt. Der COVID-Beauftragte unterstützt den Veranstalter, ist für die Umsetzung des Präventivkonzepts verantwortlich und ist in diesem Zusammenhang primäre Ansprechperson. Die Letztverantwortung liegt allerdings beim Veranstalter.

Ein COVID-Beauftragter benötigt keine besondere Ausbildung, es wird jedoch empfohlen ihn, insbesondere im Hinblick auf datenschutzrechtliche Fragen, zu schulen.

Was ist eine Risikoanalyse?
Die Risikoanalyse dient als Grundlage für das Präventionskonzept. Sie soll die vorliegenden Risiken, anhand verschiedener Faktoren, wie etwa der Kontaktintensität oder der Möglichkeit Abstandsregeln einzuhalten, bewerten.
Darf der Chor wieder proben?
Singen in Gemeinschaft, in persönlicher Nähe und v.A. in geschlossenen Räumen muss leider nach wie vor als maßgebliches Risiko für eine Wiederausbreitung des Coronavirus angesehen werden. Es wird daher weiterhin dringend von vollumfänglichen Chorproben abgeraten, auch wenn diese nicht mehr verboten sind. Bitte beachten Sie die versandten Empfehlungen von Landeskantor Krampe und die Empfehlungen des Chorverband Österreich!

Wenn Sie trotzdem eine Chorprobe abhalten wollen, ist ein Mindestabstand von einem Meter behördlich vorgeschrieben. Dieser darf nur unterschritten werden, wenn Ersatzmaßnahmen, wie z.B. das Aufstellen von Plexiglaswänden, vorgenommen werden.

Unser Chor will trotz allem wieder proben, worauf sollen wir achten?
Beachten Sie die an alle Gemeinden versandten Empfehlungen von Landeskantor Krampe und die Empfehlungen des Chorverband Österreich!

Die wichtigsten Punkte:

  • Wo immer möglich ins Freie oder größere Kirchenräume ausweichen
  • Abstände so groß wie möglich halten
  • Kleine Gruppen
  • Häufig Lüften
  • Kurze Einheiten, denn die zeitliche Exposition ist ein wesentlicher Faktor, Chorproben von normaler Länge müssen als No-Go betrachtet werden
  • Für den Fall des Falles Teilnehmerlisten führen, aber nur auf behördliche Anweisung herausgeben
  • Hygiene- und Probenkonzept ausarbeiten
Für welche Besucher und Besucherinnen gilt die Maskenpflicht nicht?
Nach Auskunft des Sozialministeriums gilt die Pflicht zum Tragen eines MNS nicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr und für Personen, denen aus gesundheitlichen Gründen das Tragen eines MNS nicht zugemutet werden kann (z.B. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, mit Angststörungen, mit fortgeschrittener Demenz oder mit schwerer intellektueller Behinderung, Kinder mit Asthma, ADHS).

Die Unzumutbarkeit kann durch ein ärztliches Attest nachgewiesen oder bei Kontrolle glaubhaft gemacht werden. Das bedeutet, ein ärztliches Attest ist nicht verpflichtend. Sollten Sie von einem Gemeindemitglied ohnehin über entsprechende Beeinträchtigungen Bescheid wissen, müssen Sie kein Attest verlangen.

Beachten Sie, dass diese Personen jedoch möglicherweise einer Risikogruppe zuzuordnen sind und achten Sie auf besonderen Schutz!

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Bürobetrieb:

Worauf ist in der Pfarrkanzlei zu achten?
Es gelten die staatlichen Bestimmungen für „Kundenbereiche“, wie sie aus dem Handel bekannt sind.

Demnach muss stets der Mindestabstand von 1m zu KollegInnen und BesucherInnen eingehalten werden. In den Pfarrämtern ist in ganz Österreich zudem seit 14.9.2020 das Tragen eines Mund-Nasenschutzes durch BesucherInnen vorgeschrieben. Mitarbeitende haben bei Kontakt zu BesucherInnen einen Mund-Nasenschutz zu tragen, wenn keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung, wie etwa eine Plexiglasscheibe, vorhanden ist.

Die Kirchenleitung empfiehlt zudem:

  • Abstandsregeln konsequent einhalten und/oder andere geeignete Schutzmaßnahmen
  • ergänzende organisatorische Maßnahmen prüfen (z.B. zeitliche Staffelung des Arbeitsbeginns, Homeoffice, unterschiedliche Arbeitstage bei mehreren Mitarbeitenden)
  • Kontaktdatenerhebung, insbesondere bei längeren Terminen
Dürfen mehrere Personen in einem Büro arbeiten, müssen sie dann Masken tragen?
Es ist grundsätzlich nicht verboten, dass mehrere Personen in einem Raum arbeiten. Der Dienstgeber ist aber verpflichtet alle zumutbaren Maßnahmen zu ergreifen, um seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor einer Ansteckung zu schützen. Wo es nicht möglich ist räumliche Distanz zu schaffen oder einen „Schichtbetrieb“ einzuführen, sollte daher andere geeignete Schutzmaßnahmen wie Plexiglasscheiben vorgesehen werden. Masken können, müssen aber nicht getragen werden.
Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeitender laut Attest einer Risikogruppe angehört?
Legt ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin ein sogenanntes COVID-19 Attest vor, bestehen abhängig von den Umständen des Einzelfalls folgende Möglichkeiten:

  • Homeoffice
  • anderweitige Schutzmaßnahmen wie z.B. Einzelbüro, Plexiglasscheiben, Arbeit ohne Kontakt zu anderen
  • bezahlte Dienstfreistellung, falls andere Maßnahmen nicht möglich sind

Der kirchliche Dienstgeber hat im Fall einer Freistellung Anspruch auf Erstattung. Der Antrag auf Erstattung muss spätestens sechs Wochen nach dem Ende der Dienstfreistellung beim Krankenversicherungsträger eingebracht werden.

Mitarbeiter dürfen keinesfalls gekündigt werden, weil sie einer Risikogruppe angehören!

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