By MB

Fragen und Antworten zu Gottesdiensten, Chorproben, Internetübertragungen, Gemeindeleben und mehr


Ab dem 15. Mai sind öffentliche Gottesdienste unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. Hier finden Sie Antworten zu häufigen Fragen, die das Kirchenamt dazu erreicht haben. Ausführliche Informationen dazu enthalten auch die „Empfehlungen für Gottesdienste ab dem 15. Mai 2020 der Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik“, die am 30. April allen Pfarrgemeinden übermittelt wurden. Darüber hinaus finden Sie im Folgenden auch Informationen etwa zur Abhaltung von Sitzungen, Kreisen, Konfirmandenunterricht und Veranstaltungen, sowie zu urheberrechtlichen Fragen beim Streamen von Gottesdiensten via Internet und zur Gestaltung des Bürobetriebes.

„COVID-19: So schützen wir uns“Plakat zum Download

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Welche Voraussetzungen gelten für Gottesdienste in geschlossenen Räumen?
  • Ein Mindestabstand von 1m zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben
  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Betreten, Verlassen oder sonstigen Bewegen im Kirchenraum. Während Gottesdienstbesucher*innen auf ihrem Sitzplatz verweilen, kann der Mund-Nasen-Schutz aber abgenommen werden.
  • Darüber hinaus wird durch die Kirchenleitung weiter ein Begrüßungsdienst empfohlen, um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen.

Es ist nicht mehr staatlich verordnet, dass pro Person 10m² zur Verfügung stehen müssen.

Welche Voraussetzungen gelten für Gottesdienste im Freien?
  • Ein Mindestabstand von 1m zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben.
  • Die Gemeinden haben durch geeignete Schutzmaßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass das Infektionsrisiko minimiert wird.
  • Ein „Ordnerdienst“ ist zwar nicht ausdrücklich vorgeschrieben, die Gemeinden sind aber verpflichtet durch „geeignete Maßnahmen“ die Einhaltung der obigen Vorgaben sicherzustellen. Ein den örtlichen Gegebenheiten angepasster Begrüßungsdienst wird daher seitens der Kirchenleitung empfohlen.

Darüber hinaus wird empfohlen:

  • Der Gottesdienst ist in Art und Umfang gemeindeüblich (begrenzte Teilnehmerzahl, keine besonderen Festgottesdienste)
  • Desinfektionsmittel wird zur Verfügung gestellt
  • Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, insbesondere am Weg zum Sitzplatz, beim Verlassen des Gottesdienstortes oder beim sonstigen Bewegen während des Gottesdienstes, z.B. im Zuge des Abendmahls.
Was sind „geeignete Schutzmaßnahmen“ die von den Gemeinden zu treffen sind?
Die konkreten Maßnahmen hängen von den örtlichen Gegebenheiten ab. Hinweisschilder, Markierungen, größere Abstände, feiern in mehreren kleineren Gruppen, Plexiglasscheiben, Möglichkeiten zum Händewasche usw. können derartige Maßnahmen sein. Die in der letzten Antwort genannten, von der Regierung empfohlenen Maßnahmen die über den verordneten, rechtlichen Mindeststandard hinausgehen, stellen ebenfalls solche Schutzmaßnahmen dar.
Wie sollen wir den Mindestabstand von 1 Meter einhalten?
Zunächst gilt: Vermeiden Sie Warteschlangen. Die Wahrung des Abstands beim Betreten, bei Stiegen, Emporenaufgängen und beim Verlassen der Kirche sowie beim Aufsuchen der Plätze muss sichergestellt werden.

Es gilt, einen Mindestabstand von 1 Metern zwischen den Personen einzuhalten. Dies gilt auch, wenn kein Gottesdienst gefeiert wird, der Kirchenraum aber für Besuch offensteht.

Sie können Kirchenbänke entsprechend markieren oder die Bestuhlung auseinanderschieben. Wenn die Feiernden ideal verteilt versetzt sitzen (Markierungen) kann man eventuell weniger Reihen auslassen.

Benötigt man einen Mund- und Nasenschutz?
Grundsätzlich Ja in geschlossenen Räumen. Dort müssen alle Besucher und Besucherinnen (außer Kinder bis zum 6. Lebensjahr und jene, denen das Tragen aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden kann) beim Betreten, Verlassen und wenn sie sich sonst im Raum bewegen, einen Mund- und Nasenschutz tragen. Nur am Sitzplatz darf der Mund- und Nasenschutz abgenommen werden.

Bei Gottesdiensten und Veranstaltungen im Freien wird das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes im gleichen Umfang empfohlen, ist jedoch nicht rechtlich verpflichtend.

Für welche Besucher und Besucherinnen gilt die Maskenpflicht nicht?
Nach Auskunft des Sozialministeriums gilt die Pflicht zum Tragen eines MNS nicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr und für Personen, denen aus gesundheitlichen Gründen das Tragen eines MNS nicht zugemutet werden kann (z.B. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, mit Angststörungen, mit fortgeschrittener Demenz oder mit schwerer intellektueller Behinderung, Kinder mit Asthma, ADHS).

Die Unzumutbarkeit kann durch ein ärztliches Attest nachgewiesen oder bei Kontrolle glaubhaft gemacht werden. Das bedeutet, ein ärztliches Attest ist nicht verpflichtend. Sollten Sie von einem Gemeindemitglied ohnehin über entsprechende Beeinträchtigungen Bescheid wissen, müssen Sie kein Attest verlangen.

Beachten Sie, dass diese Personen jedoch möglicherweise einer Risikogruppe zuzuordnen sind und achten Sie auf besonderen Schutz!

Müssen auch der Pfarrer oder die Pfarrerin bzw. andere liturgisch handelnde Personen einen Mund-Nasenschutz tragen?
Liturgisch handelnde Personen müssen ausreichend Abstand zu den anderen Personen halten, sie dürfen den Mund- und Nasenschutz ablegen. Dies gilt auch für einen Besucher oder eine Besucherin, der bzw. die eine Lesung hält.
Welche Strafen können drohen?
Für die Pfarrgemeinde gilt die Covid-19 Verordnung (Der Kirchenraum zählt analog als Betriebsstätte):

§ 3. (2)
[…] Wer als Inhaber einer Betriebsstätte nicht dafür Sorge trägt, dass die Betriebsstätte höchstens von der in der Verordnung genannten Zahl an Personen betreten wird, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist mit einer Geldstrafe von bis zu 3 600 Euro zu bestrafen.

Für Personen, die sich nicht an den Abstand halten gilt:
§ 40 c Epidemiegesetz 1950
Wer durch Handlungen oder Unterlassungen den Geboten oder Verboten, die in den auf Grund dieses Bundesgesetzes erlassenen Verordnungen enthalten sind, zuwiderhandelt macht sich, sofern die Tat nicht mit gerichtlicher Strafe bedroht ist, einer Verwaltungsübertretung schuldig und ist mit Geldstrafe bis zu 1 450 Euro, im Nichteinbringungsfall mit Freiheitsstrafe bis zu vier Wochen zu bestrafen.

Wofür benötigt man einen Begrüßungsdienst?
Ein „Ordnungsdienst“ ist zwar rechtlich nicht ausdrücklich vorgeschrieben, die Gemeinden sind aber verpflichtet durch „geeignete Maßnahmen“ die Einhaltung der Hygienebestimmungen sicherzustellen. Dafür empfiehlt die Kirchenleitung, einen den örtlichen Gegebenheiten angepassten Begrüßungsdienst zu organisieren. Dieser Dienst sollte nicht von Personen, die einer Risikogruppe angehören, ausgeübt werden!

Der Begrüßungsdienst heißt die Besucher willkommen und kontrolliert die Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Gegebenenfalls werden den Besuchern und Besucherinnen auch die Maßnahmen erklärt. Sollte sich jemand nicht an die Regeln halten, sollte der Begrüßungsdienst diese Personen darauf hinweisen. Bei weiterem Zuwiderhandeln müsste die Person der Kirche verwiesen werden.

Welche weiteren Hygienemaßnahmen empfiehlt die Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik?
  • Im Eingangsbereich der Kirche werden Desinfektionsmittel bereitgestellt; Waschbecken – wo möglich – zugänglich machen; Türgriffe/Handläufe sind vor dem Gottesdienst zu desinfizieren.
  • Ein- und Ausgangstüren werden vor und nach sowie während des Gottesdienstes offengehalten. Türgriffe sollen so wenig wie möglich berührt werden, um die ständige Desinfektion der Griffe zu vermeiden.
  • Hinweisschilder mit Erläuterung der Pandemie-Maßnahmen sind anzubringen.
  • Auf Körperkontakt wird verzichtet (kein Friedensgruß per Handschlag, keine Handauflegung zum Segen, keine Begrüßung oder Verabschiedung mit Handkontakt oder Umarmen etc.).
  • Die Kollekte wird kontaktlos gesammelt.
  • Minimierung des gemeinsamen Singens sowie keine Chöre oder Blasinstrumente
  • Unterlassung von Abendmahlfeiern
  • Reduktion der Gottesdienstdauer
  • Bei Taufen sowie Dank- und Segnungsgottesdiensten müssen die Hände vor einer körperlichen Berührung desinfiziert werden.
  • Sollten mehrere Gottesdienste hintereinander gefeiert werden, müssen Gottesdienstraum und Sanitäranlagen sowie alle Gegenstände und Türschnallen, mit denen die Feiernden in Berührung gekommen sind, desinfiziert werden und der Raum ausreichend durchgelüftet werden.
Wer entscheidet, ob und wie die Gottesdienste in der nächsten Zeit abgehalten werden?
Es bleibt in der Verantwortung jeder Gemeinde, zu entscheiden bzw. darauf zu achten, ob und wie unter Berücksichtigung aller notwendigen Maßnahmen der Gottesdienst als Feier erlebt werden kann. Daher entscheidet das Presbyterium mit Beschluss.
Was soll ich als Gottesdienstbesucher beachten?
Für die Teilnahme an Gottesdiensten gelten die gleichen Verhaltensregeln und Empfehlungen wie für „Kundenbereiche“ beim Einkaufen oder für öffentliche Gebäude. Tragen Sie daher einen Mund- und Nasenschutz und halten Sie Abstand.
Die allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus (COVID-19) laut Gesundheitsministerium sind:

  • Waschen Sie Ihre Hände häufig!
    Reinigen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit einer Seife oder einem Desinfektionsmittel.
  • Halten Sie Distanz!
    Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter zwischen sich und allen anderen Personen ein, die husten oder niesen.
  • Berühren Sie nicht Augen, Nase und Mund!
    Hände können Viren aufnehmen und das Virus im Gesicht übertragen!
  • Achten Sie auf Atemhygiene!
    Halten Sie beim Husten oder Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen oder einem Taschentuch bedeckt und entsorgen Sie dieses sofort.
  • Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450.

Beachten Sie auch die Empfehlungen des Gesundheitsministeriums unter: www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Haeufig-gestellte-Fragen.html

Dürfen wir im Gottesdienst wieder singen?
Singen ist nicht per se verboten. Jedoch sind die Gemeinden verpflichtet geeignete Maßnahmen zu setzten, um das Risiko einer Ansteckung während des Gottesdienstbesuches zu minimieren. Da Singen in geschlossenen Räumen besonders riskant ist, wird daher dringend vom üblichen Gemeindegesang abgeraten.
Unter welchen Voraussetzungen sind Taufen möglich?
Taufen sind unter den gleichen Bedingungen wie andere Gottesdienste möglich.

Der oder die Taufende darf im unumgänglichen Ausmaß zur Vornahme der Taufe den Mindestabstand unterschreiten.

Unter welchen Voraussetzungen sind Hochzeiten und Beerdigungen möglich?
An Hochzeiten und Beerdigungen dürfen maximal 100 Personen teilnehmen. Das gilt auch im Freien. Die allgemeinen Bestimmungen über Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz sind zu beachten.

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Gottesdienste im Internet:

Wo finde ich das Evangelische Gesangsbuch online?
Sie finden viele Lieder unter www.liederdatenbank.de/songbook/8984. Beachten Sie, dass nicht alle Lieder hier veröffentlicht sind, da urheberrechtlich geschützte Lieder nicht angezeigt werden. Gegebenenfalls sollten Sie die Verfügbarkeit vor Ihrem Gottesdienst prüfen. Die Nummerierung stimmt mit dem Evangelischen Gesangsbuch in der Ausgabe der Evangelischen Kirche in Österreich aus dem Jahr 2000 überein.
Darf meine Pfarrgemeinde weiterhin die Gottesdienste streamen?
Selbstverständlich dürfen Sie Ihre Gottesdienste und Feiern wie in den vergangenen Wochen auch virtuell abhalten! Sie müssen jedoch weiterhin das Urheberrecht beachten.
Was ist urheberrechtlich geschützt?
Die Rechte des Schöpfers oder Urhebers am eigenen Werk (eigene Leistung!) entstehen mit der Schaffung des Werks. Dies gilt für geistige Leistungen aller Art, wie eben auch Literatur, Musik, Musiktexte, Fotos, Filme, etc. Dieses Recht besteht grundsätzlich für 70 Jahre ab der Schöpfung.
Welche Werke darf ich verwenden?
Urheberrechtlich unbedenklich sind grundsätzlich freie Werke, d.h. älter als 70 Jahre. Diese Lieder dürfen Sie jedenfalls singen und die Texte zum Download bereitstellen.
Urheberrechtlich geschütztes Liedgut dürfen Sie in derselben Art verwenden, wie im Gottesdienst. Sie dürfen auch geschütztes Material singen und die Texte einblenden, als würden Sie einen Beamer / PowerPoint verwenden.
Achtung: Möchten Sie den Mitschnitt mit eingeblendetem Text auf YouTube veröffentlichen, sollten Sie die Texte ausblenden.
Darf ich die Texte auf meiner Homepage zum Mitsingen bereitstellen?
Ja, das dürfen Sie, jedoch nur für 72 Stunden.
Darf ich meine Gottesdienste auf YouTube stellen, auch wenn etwas gesungen wurde?
Ja, das dürfen Sie. YouTube hat selbst einen Vertrag mit der Verwertungsgesellschaft AKM und führt die entsprechenden Abgaben pauschal ab. Dies gilt jedoch nur für die Plattformen YouTube, SoundCloud und Twitch. Für andere Kanäle müssen Sie ggf. Lizenzen bei der AKM bezahlen.
Darf ich eigenes Material (eigene Aufnahmen der Feierlichkeiten) ins Internet stellen?
Sie dürfen selbstverständlich nur Videos von jenen Personen ins Internet stellen, die zugestimmt haben. D.h. Mitschnitte von Veranstaltungen mit Mitgliedern, die eigentlich nur für die Archivierung angefertigt wurden, sollten Sie nicht ohne die Zustimmung der Aufgenommenen veröffentlichen.
Gibt es noch andere Urheberrechte, die ich beachten muss?
Ja. Auch aufgehängte Kunstwerke (Fotografien, Glasfenster, Skulpturen) könnten urheberrechtlich geschützt sein. Daher könnte eine Aufnahme und die Veröffentlichung im Internet möglicherweise einen Verstoß gegen das Urheberrecht darstellen. Bemühen Sie sich gegebenenfalls um die Zustimmung der Künstlerin oder des Künstlers.
Darf ich auf meiner Webseite in einem Blog oder Artikel ein YouTube-Video verlinken?
Ja. Der EUGH hat sich 2014 mit diesem Thema beschäftigt und entschieden, dass die Einbettung von Videos grundsätzlich zulässig ist und keine Urheberrechtsverletzung darstellt, so lange man auf die Plattform YouTube geleitet wird (also keine neue Technologien einsetzt). Dies gilt natürlich nur für legale Aufnahmen. Es geht bei YouTube darum: Wer erhält die „Likes“ für das Video – Sie für den Gottesdienst, aber der Künstler oder die Künstlerin möchten die „Likes“ für IHR eigenes Video.
Darf ich fremde YouTube-Videos im Gottesdienst vorführen und diesen Gottesdienst im Internet streamen (oder ebenfalls auf YouTube stellen)?
Nach besagtem EuGH Urteil (s.o.) ist auch hier die Rechtslage relativ klar: Man darf Videos privat vorführen, aber nicht selbst weiterveröffentlichen.

Sie können Folgendes tun:

  • 1. Die Einwilligung der Ersteller der YouTube-Videos einholen. Gibt es vielleicht Lieder, die von bekannten evangelischen anderen Pfarrgemeinden gesungen wurden? Dort könnte man sicher rasch eine Einwilligung holen!
  • 2. Die Videos könnten dann eingebettet auf Ihrer Webseite zur Verfügung gestellt werden und auf YouTube verlinken. Es geht natürlich wieder um die „Likes“.
  • 3. Sie können einen Gottesdienst aufzeichnen und vor dem Hochladen die YouTube-Videos von anderen ausblenden.
YouTube: Wieso bekomme ich eine Anfrage zur Content-ID?
Viele Pfarrgemeinden, die Gottesdienste und Andachten auf YouTube veröffentlicht haben, sind mit sogenannten „Content-ID“-Anfragen konfrontiert. Sie stammen von diversen Firmen, die behaupten, ein Urheberrecht an Liedern wahrnehmen zu dürfen. (Auch bei Liedern, die garantiert keinem Schutz mehr unterliegen!) Diese Aufforderung bedeutet grundsätzlich nicht, dass Sie eine Urheberrechtsverletzung begangen haben! Die AKM als zuständige Verwertungsgesellschaft hat einen Rahmenvertrag mit YouTube, weshalb auch die Veröffentlichung von geschütztem Material zulässig ist. Dennoch wird YouTube von virtuellen Suchmaschinen „durchkämmt“. Viele Informationen finden Sie hier: support.google.com/youtube/answer/6013276. Lassen Sie sich nicht verunsichern, da keine Konsequenzen drohen! Sollten Sie dennoch Sorgen haben oder Ihr Video gesperrt werden, können Sie uns gerne unter dsb@evang.at kontaktieren.

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Gemeindeleben:

Darf es wieder einen Kirchenkaffee geben?
Kirchenkaffee und das Anbieten von Speisen und Getränken bei Veranstaltungen sind unter Einhaltung der Bestimmungen wie sie für die Gastronomie gelten, grundsätzlich wieder erlaubt.

Besucher*innen müssen durch Helfer*innen fix platziert werden, ein freies Umsetzen zu einer anderen Gruppe ist nicht möglich. Es dürften maximal vier Erwachsene an einem Tisch sitzen. Zwischen den Tischen muss ein Mindestabstand von einem Meter gewährleistet sein. Insgesamt muss die Gemeinde sicherstellen, dass ständig der Mindestabstand eingehalten werden kann, z.B. auch am Weg zum Buffet, zur Toilette usw. Es dürften keine Gegenstände zum gemeinsamen Gebrauch (Milch, Zucker …) verwendet werden. Selbstbedienung ist nur zulässig, wenn Speisen und Getränke ausgegeben werden, oder zur Entnahme vorportioniert und abgedeckt sind. Man darf sich daher nicht selbst aus einer für alle bestimmten Kaffeekanne einschenken oder von einem offenen Kuchen nehmen. Helfer und Mitarbeitende müssen einen Mund-Nasenschutz tragen.

Dürfen Sitzungen von Gemeindevertretungen, Presbyterien und anderen kirchlichen Gremien wieder stattfinden?
Sitzungen kirchlicher Organe sind seit 18.5.2020 unter Einhaltung der staatlichen Vorschriften wieder möglich. Es gelten derzeit folgende Vorgaben:

  • Abstand von 1m zwischen Personen die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben
  • Mund- Nasenschutz wird getragen

Diese staatliche Regelung gilt nur für Organe von Körperschaften öffentlichen Rechts, das sind auf Gemeindeebene ausschließlich Gemeindevertretung und Presbyterium und die Vertretungsorgane von Gemeindeverbänden mit eigener Rechtspersönlichkeit! Für andere Treffen, Kreise und Veranstaltungen beachten Sie die folgenden Fragen.

Dürfen wir weiterhin Umlaufbeschlüsse und Videokonferenzen abhalten?
Umlaufbeschlüsse und Videokonferenzen sind unter den dafür vorgesehenen Voraussetzungen weiterhin möglich, da aufgrund der derzeitigen Corona-Situation nach wie vor ein begründeter Ausnahmefall vorliegt.
Welche Plattform soll man für Videokonferenzen verwenden?
Es gibt keine klare Empfehlung, da es viele Betreiber gibt, die datenschutzrechtlich konform sind. Wählen Sie eine Plattform, die möglichst einfach zu bedienen ist.

Beachten Sie, dass Sie eventuell eine Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung (ADV) mit dem Plattformbetreiber abschließen müssen. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Datenschutzbeauftragten oder die Datenschutzbeauftragte der Evangelischen Kirche unter DSB@evang.at, falls Sie Hilfe benötigen.

Was benötigt man zur Durchführung einer Videokonferenz?
Sie benötigen Internet (LAN oder WLAN) und ein internetfähiges Gerät, z.B. Smartphone, PC, Tablet, Laptop. Ein Headset ist empfehlenswert, aber nicht notwendig, da die meisten Geräte über eine eingebaute Kamera und Mikrophon verfügen.

Achten Sie auf eine helle, ruhige Umgebung, dann sieht und hört man Sie am besten!

Sind Bibelabende, Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen wieder möglich?
Ja. Es gelten aber für Veranstaltungen, die der Religionsausübung dienen und für sonstige Veranstaltungen weiterhin Beschränkungen.
Welche Beschränkungen gelten für Bibelkreise und sonstige Veranstaltungen zur Religionsausübung?
Ein Mindestabstand von 1m zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben.

Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Betreten, Verlassen oder sonstigen Bewegen im Veranstaltungsraum. Während Besucher*innen auf einem zugewiesenen Sitzplatz verweilen, kann der Mund-Nasen-Schutz aber abgenommen werden.

Welche Beschränkungen gelten für Fremdveranstaltungen und Veranstaltungen ohne religiöse Bezüge?
Von 29. Mai bis 30. Juni sind Veranstaltungen bis 100 Personen erlaubt. Es ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten und in geschlossenen Räumen ist ein Mund-Nasenschutz zu tragen. Wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze gibt, kann der Mund-Nasen-Schutz abgenommen werden, während sich die Besucher auf ihren Plätzen befinden.

Darüber hinaus sind ab 1. Juli Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in geschlossenen Räumen mit bis zu 250 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 500 Personen zulässig.

Kann bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen der Mindestabstand auf Grund der Anordnungen der Sitzplätze, z.B. feste Kirchenbänke oder Bestuhlung, nicht eingehalten werden, sind die jeweils seitlich daneben befindlichen Sitzplätze freizuhalten, in diesem Fall ist aber auch am Sitzplatz ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sofern nicht durch andere geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Eine solche Maßnahme könnte z.B. eine Plexiglaswand sein.

Beim Betreten, Verlassen oder sonstigen Bewegen im Veranstaltungsraum ist jedenfalls ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Darf es wieder Kindergottesdienste geben?
Ja. Für Kindergottesdienste gelten die allgemeinen Vorgaben für Gottesdienste. Auch Kinder müssen sich dabei ausnahmslos an den Mindestabstand von einem Meter halten. Sind sie über 6 Jahre alt, müssen sie zudem eine Maske tragen, während sie sich nicht auf einem festen Sitzplatz befinden.
Unter welchen Voraussetzungen ist Konfirmandenunterricht und außerschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen möglich?
Es gelten die gleichen Vorgaben wie allgemein für Veranstaltungen. Der Mindestabstand ist einzuhalten und ein Mund- Nasen-Schutz ist zu tragen, außer die Teilnehmer*innen bleiben auf ihnen zugewiesenen Sitzplätzen.

10m² pro Person sind nicht mehr erforderlich.

Gelten für Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen dieselben Regeln wie in der Schule oder im Kindergarten?
Nein, Angebote der außerschulischen Jugenderziehung fallen laut Lockerungsverordnung ausdrücklich unter die Bestimmungen für Veranstaltungen. Bestimmungen für Schule und Kindergarten dürfen nicht analog angewandt werden.
Darf der Chor wieder proben?
Singen in Gemeinschaft, in persönlicher Nähe und v.A. in geschlossenen Räumen muss leider nach wie vor als maßgebliches Risiko für eine Wiederausbreitung des Coronavirus angesehen werden. Es wird daher weiterhin dringend von vollumfänglichen Chorproben abgeraten, auch wenn diese nicht mehr verboten sind. Bitte beachten Sie die versandten Empfehlungen von Landeskantor Krampe und die Empfehlungen des Chorverband Österreich!

Wenn Sie trotzdem eine Chorprobe abhalten wollen, ist ein Mindestabstand von einem Meter behördlich vorgeschrieben. Dieser darf nur unterschritten werden, wenn Ersatzmaßnahmen, wie z.B. das Aufstellen von Plexiglaswänden, vorgenommen werden.

Unser Chor will trotz allem wieder proben, worauf sollen wir achten?
Beachten Sie die an alle Gemeinden versandten Empfehlungen von Landeskantor Krampe und die Empfehlungen des Chorverband Österreich!

Die wichtigsten Punkte:

  • Wo immer möglich ins Freie oder größere Kirchenräume ausweichen
  • Abstände so groß wie möglich halten
  • Kleine Gruppen
  • Häufig Lüften
  • Kurze Einheiten, denn die zeitliche Exposition ist ein wesentlicher Faktor, Chorproben von normaler Länge müssen als No-Go betrachtet werden
  • Für den Fall des Falles Teilnehmerlisten führen, aber nur auf behördliche Anweisung herausgeben
  • Hygiene- und Probenkonzept ausarbeiten

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Bürobetrieb:

Darf die Pfarrkanzlei wieder aufsperren?
Ja, unter den Voraussetzungen, die laut Lockerungsverordnung für „Kundenbereiche“ gelten und wie sie aus dem Handel bekannt sind. Das bedeutet: 1m Abstand, Mund- und Nasenschutz für Besucher und Mitarbeitende und es dürfen sich maximal so viele Besucher gleichzeitig in den für sie zugänglichen Bereichen (Kundenbereich) aufhalten, dass pro Besucher 10 m² zur Verfügung stehen.
Müssen die Mitarbeitenden in den Pfarrkanzleien den ganzen Tag Masken tragen?
Nein, Masken müssen nur getragen werden, wenn es Kundenkontakt gibt. Außerdem kann auch dann das Tragen von Masken durch „eine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet“ ersetzt werden. Z.B. gibt es günstige Plexiglaslösungen.
Dürfen mehrere Personen in einem Büro arbeiten, müssen sie dann Masken tragen?
Es ist grundsätzlich nicht verboten, dass mehrere Personen in einem Raum arbeiten. Der Dienstgeber ist aber verpflichtet alle zumutbaren Maßnahmen zu ergreifen, um seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor einer Ansteckung zu schützen. Wo es nicht möglich ist räumliche Distanz zu schaffen oder einen „Schichtbetrieb“ einzuführen, sollte daher andere geeignete Schutzmaßnahmen wie Plexiglasscheiben vorgesehen werden. Masken können, müssen aber nicht getragen werden, außer es gibt Kundenkontakt.

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